Geschichte des Narrenvereins

Es war im Jahr 1976 am Fasnachtssonntag in Großschönach, bei den Dreizipfelrittern war ein Ball, so wie überall an Fasnacht. Ein Hohenbodmaner war in Größschönach an diesem Abend und kaufte sich ein Narrenlos. Das Glück war dem Hohenbodmaner hold, denn als ausgelost wurde, war seine Nummer Gold wert, er hatte das Los mit dem Hauptgewinn, den Narrenbaum. Er streckte seine Hand in die Höhe, aber sie war noch nicht ganz oben da schrie noch einer mit der gleichen Nummer. Im nu schlug die Stimmung in der Halle um, die Großschönacher hatten sich ganz schön blamiert, die Nummer wurde doppelt verkauft.

Aber es viel sehr schnell ein Entschluss, es wurde nochmal neu ausgelost. Doch eins müsste jedem klar sein, dass der erste Gewinner nicht nochmal gewinnen wird. So passierte es, es gewann jemand anderes. Der Gast aus Hohenbodman verließ verärgert den Saal in Richtung Turm. Am Rosenmontag im Gasthaus Adler, waren die Hohenbodmaner unter sich und es wurde gerätselt wie man es den Größschönachern heimzahlen könnte. Nach einigen Schnäpsen war die Lösung gefunden – wir klauen ihnen einfach den Narrenbaum.

Am Rosenmontag kurz vor Mitternacht, als die Großschönacher auswärts bei einer Fasnachtsveranstaltung waren wurde der Narrenbaum der Großschönacher gefällt und mitgenommen. Am Fasnachtsdienstag erwachten die Großschönacher, keiner dachte an den Narrenbaum, aber die Schleifspur war einfach nicht zu übersehen. In Windeseile wurde das ganz Dorf zusammen getrommelt, alle waren einer Meinung – die Taisersdorfer waren es und denen werden wir es zurückzahlen. Aber man irrte sich, die Schleifspur ging noch weiter bis nach Hohenbodman.

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Da lag der Narrenbaum aus Großschönach einsam und verlassen am Dorfrand. Die Großschönacher warteten nicht lange, zerlegten ihren Narrenbaum und verluden ihn, anschließend wollten sie sich rächen und gingen mit Motorsägen und Äxten bewaffnet zum Narrenbaum der Hohenbodmaner. Im nu waren die ganzen Großschönacher um den Narrenbaum herum verteilt und machten sich an dem Baum zu schaffen.

Die Hohenbodmaner waren anfangs verdutzt und verstummt, aber schnell erkannte man die Gefahr: „Die Großschönacher wollen unseren Baum fällen“. Es wurde durcheinandergeschrien und alle hatten Angst, dass der Baum fällt. Nach einer Weile gutem Zureden und dem Lockmittel Schnaps wurden die Großschönacher beruhigt und in das Gasthaus Adler gelockt. Dort ging es noch lange Zeit heiß her, aber schließlich konnte man sich doch auf einen Kompromiss einigen: „Es müssen mindestens 20 Hohenbodmaner zum Kehraus nach Großschönach in die Halle kommen, wenn das klappt, dann ist alles vergessen“. Am Abend kamen dann die Hohenbodmaner zum Kehraus mit einem Stück des Großschönacher Narrenbaums und TROLTEN das Baumstück in die Halle. In der Halle wurde gegrölt, gefeiert und die Entschuldigung angenommen.

Von da an hatten wir unseren Namen: BODMER TROLE.

So geschah es, so ist es und so wird es immer sein.

Wir sind die Bodmer Trole und die Dreizipfelritter aus Großschönach unser Patenverein.

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